Jean-Paul-Museum Joditz
Wer sich auf den rund 10 Kilometer langen Jean-Paul-Weg von Hof nach Joditz macht und unterwegs die 10 literarischen Stationen auf sich wirken lässt, der kommt am Ende dort an, wo Johann Paul Friedrich Richter seine Kindheit verbrachte. Die Jahre zwischen 1765 und 1776 lebte der spätere Jean Paul im Pfarrhaus in Joditz, wo sein Vater als evangelischer Pfarrer wirkte. Jean Paul bezeichnete das liebenswerte Dorf im Auenthal als seinen „geistigen Geburtsort" und belohnte die freundliche Aufnahme seiner Familie mit zahlreichen Nennungen in seinem Werk. Stolz sind die Joditzer heute noch auf ihren berühmten Sohn und ehren ihn deshalb mit einem durchaus sehenswerten Museum mitten im Ort. Im alten Pfarrgarten richteten Karin und Eberhard Schmidt ihr privates Museum zu Ehren des großen deutschen Schriftstellers ein und halten so die Erinnerung an die „schönsten Jahre seines Lebens" wach. Eingeladen wird man vom Dichter höchstpersönlich, der den aufmerksamen Beobachter schon von Weitem aus einem Fenster im oberen Stockwerk des Museums grüßt. Eng, aber gemütlich geht es zu im Jean-Paul- Museum in Joditz und Karin und Eberhard Schmidt sind gerne bereit, den oftmals doch eher schwierigen Dichter ihren interessierten Besuchern näher zu bringen. Einen besseren Eindruck von der Kindheit Jean Pauls kann man wohl nicht erhalten als an dem Ort, an dem er vor mehr als 300 Jahren wirklich lebte und den er als so prägend empfand, dass er Joditz unter anderem in seiner „Selberlebensbeschreibung" oder unter den Pseudonymen „Auenthal", „Hukelum" und „Elterlein" genauso wie seinem Joditzer Lehrer Knieling in der Idylle "Leben des vergnügten Schulmeisterlein Maria Wutz in Auenthal" ein literarisches Denkmal setzte, das in die Weltliteratur eingegangen ist.
Jean-Paul-Museum Joditz
Joditz, Schlegelweg 2
95189 Köditz
Telefon 09295 8188
Fax: 09205 913347
Geöffnet nach Vereinbarung





