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WEITE ATMEN - beinahe 120km weit können Sie vom Prinz-Luitpold-Turm auf dem Döbraberg schauen. Neben dem Weitblick stößt man unterweg immer wieder auf unterschiedliche Ausblicke.

Weite atmen – Tiefe Wälder, helle Lichtungen, Hochflächen mit überraschenden Ausblicken: Wandern im Frankenwald eröffnet unerwartete Horizonte für Auge und Seele! Vor der Größe der Natur werden unsere alltäglichen Ängste und Sorgen nichtig und klein. Wir atmen Weite und finden zu uns selbst.

Start der Panorama-Tour ist am Wanderparkplatz in der Schützenstraße. Der Weg führt durch Mischwälder, über offene Hochflächen und vorbei an idyllischen Lichtungen. Unterwegs wechseln sich naturnahe Pfade mit befestigten Wegen ab.

Ein besonderes Highlight ist der anspruchsvolle Aufstieg von dem im Tal gelegenen Floßteich an der Bischofsmühle über den Burgstall Radeck zum Döbraberg, der höchsten Erhebung im Frankenwald (794 m). Vom Prinz-Luitpold-Turm bietet sich bei klarem Wetter ein beeindruckender Panoramablick über die nähere und weitere Umgebung.

Viele weitere Weitblicke begegnen uns auf unterschiedliche Art und Weise auf der abwechslungsreichen Runde.

 

Wegbeschreibung

 

Vom Wanderparkplatz in Schwarzenbach a.Wald führt der Wanderweg ca. 200 Meter die Schützenstraße aufwärts und biegt dann in die Schillerstraße nach rechts ein, die wir, geradeaus weiterlaufend, in Richtung Bergwiese verlassen, wo wir bald zum Schwarzenbacher Skiliftgelände gelangen. Ein anschließendes Waldgelände durchquerend, erreichen wir bald die Verbindungsstraße nach Kleindöbra, die wir bis zur ersten Abzweigung des Weges nach rechts in Richtung Döbraberg benutzen.

Nun geht es auf einem Feldweg bergwärts, hinein in den Wald und nach kurzer Wegstrecke auf einen schönen Hangweg. Ein schmaler Steig durch den Fichtenwald führt bergwärts, bald gelangen wir auf einen gut begehbaren Forstweg und auf diesem zur Diensthütte der Bergwacht. Von hier bietet sich ein herrlicher Blick nach Westen über den Frankenwald hinweg bis in sein westliches Vorland. Nun folgt eine längere, leicht abwärts führende Strecke auf leicht begehbarem Waldweg, wo der Wanderer das Erlebnis „Wald“ pur genießen kann. Dann wendet sich der Wanderweg nach Westen, und wir erreichen nach kurzer Benutzung eines breiten Forstweges einen locker gegliederten Hochwald. Wendet man hier den Blick nach Norden, zeigt sich jenseits des tief eingeschnittenen Türkengrundes die imposante bewaldete Kuppe des Döbraberges mit dem steilen Westhang. Auf breitem Grasweg wandern wir nun weiter bis zum Waldende beim Rastplatz „Alfreds Ruh“.

Beim Austritt aus dem Wald zeigt sich hier ein überraschender Wechsel des Landschaftsbildes: Die Landschaft wird offen, der Wald weicht großen Feld- und Wiesenflächen auf einer schmalen Hochfläche, begrenzt vom Tal der Wilden Rodach im Süden und dem Eisenbachtal im Norden. Solch schmale waldfreie Hochflächen zwischen tief eingeschnittenen Tälern mit bewaldeten Hängen sind geradezu ein Kennzeichen des Frankenwaldes westlich der Wasserscheide zwischen Döbraberg und Wetzstein und gewähren einen weiten Blick in die Umgebung. Auf einem Wiesensteig führt der Wanderweg weiter bis zu einer schmalen Asphaltstraße; dabei öffnet sich der Blick nach Westen zum Rodachrangen über dem Tal der Wilden Rodach und zum Geuser, dem Hausberg der Wallenfelser. Wir umgehen nun die kleine Ortschaft Rodeck und kommen zu den ersten Häusern von Hohenzorn. Hier lohnt sich nochmals ein Blick zurück zum Döbraberg mit seiner steilen Westflanke.

Vor dem Ortsbeginn biegt der Wanderweg links ab und taucht wieder ein in ein größeres Waldgebiet, das auf einem bequemen Weg in leichtem Gefälle und in abwechslungsreicher Wegführung durchquert wird. Hierbei bieten sich immer wieder schöne Ausblicke in die abwechslungsreiche Mittelgebirgslandschaft des Frankenwaldes jenseits des Tales der Wilden Rodach. Dann treffen wir auf eine schmale Asphaltstraße und erreichen auf dieser nach wenigen hundert Metern den Burgstall Radeck, eine historisch bedeutsame Stelle über dem Tal der Wilden Rodach, in früherer Zeit Standort einer Burganlage der „Radecker“, worüber eine Infotafel Auskunft gibt. Empfehlenswert ist das Besteigen des Aussichtspunktes über der ehemaligen Anlage, die den Blick ins Tal der Wilden Rodach öffnet bis zum „Schwamma“, einem Aussichtspunkt über Oberschwarzenstein, wo die Burg der „Reitzensteiner“ stand.

Nun gilt es, ins Tal der Wilden Rodach abzusteigen, was über 166 Stufen auf einer steilen Treppe und anschließend über eine kurze, steil abwärts führende Talrinne geschieht. Nun ist das nördliche Ufer des historischen Floßteiches vor der Bischofsmühle erreicht, den man in westlicher Richtung und über den Floßteichdamm umgeht und dann auf die Talstraße zur Bischofsmühle trifft. Wir biegen links ein und erreichen diese nach kurzer Wegstrecke.

Im Tal der Wilden Rodach geht es nun weiter, vorbei an mehreren Fischteichen und einem Auwald im feuchten Talgrund. Wo sich das Tal weitet, führt ein steiler, schmaler Weg links in den Fichtenwald hinauf, der bald in einen Forstweg mündet. Auf diesem wandern wir auf einer längeren Strecke auf gewundener, stets mäßig ansteigender Route durch ein abwechslungsreich gegliedertes Waldgebiet und erreichen schließlich wieder die Hochfläche von Rodeck. Nun folgt ein längerer Wegabschnitt direkt am Waldrand entlang, wo auf gesamter Länge sich wieder ein weiter Blick nach Westen bietet. Ein naturbelassener Pfad führt uns weiter. Schließlich erreichen wir die Forsthütte am Lerchenhügel und nach kurzer Wegstrecke den östlichen Rand des Waldgebietes. Hier überrascht der weite Blick zum Fichtelgebirge und ins östliche Vorland des Döbraberges, vor allem von der Schutzhütte der Ortsgruppe Döbra des Frankenwaldvereins aus.

Über den Wanderparkplatz am Sportheim Döbra geht es weiter zum Wald vor dem Döbraberggipfel und über einen steilen Wegabschnitt zum „Oberen Rundweg“. Ein scharfer Rechtsknick, steil hinauf in einen schmalen Steig, führt den Wanderer schließlich hinauf auf das Plateau des Döbraberges mit dem Prinz-Luitpold-Turm. Dieser 1902 erbaute, 18 Meter hohe Aussichtsturm erinnert an den ehemaligen Prinzregenten Luitpold von Bayern.

Der knapp 800 Meter hohe Döbraberg ist die höchste Erhebung des Frankenwaldes. Vom Prinz-Luitpold-Turm aus bietet sich eine fantastische Rundumsicht vom Staffelberg über Schloss Banz und die Veste Coburg bis zum Thüringer Wald und das Fichtelgebirge sowie das Elster- und Erzgebirge. Bei klarem Wetter sind Fernsichten bis zu 120 Kilometer möglich.

Auf einem breiten Waldweg, vorbei an der Radarstation der Bundeswehr und anschließend auf einem kurzen Stück Asphaltstraße, biegt die Wanderroute links ab und mündet in einen steil abwärts führenden Pfad. Bevor man diesen benutzt, sollte man sich jedoch den kurzen Abstecher zum nur 250 Meter entfernten Aussichtspunkt „Vogtlandblick“ gönnen, denn von hier liegt dem Betrachter das östliche Vorland des Döbraberges, das Vogtland, quasi zu Füßen. Zurückgekehrt zur ausgeschilderten Wanderroute erreicht man nun die Panoramahütte, wo ein herrlicher Ausblick den Wanderer empfängt. Aus nördlicher Richtung grüßt der Spitzberg herüber, davor der schmucke Ort Lippertsgrün. Auf bequemem Waldweg und anschließendem Wiesenweg wird nun ein schöner Rastplatz oberhalb Kleindöbra erreicht, wo sich zum letzten Mal ein besonders schöner Weitblick bietet.

Wir steigen ab nach Kleindöbra, überqueren die Staatsstraße 2194 (Vorsicht!) und erreichen über den jenseits der Straße gelegenen Ortsteil von Kleindöbra und die Schützenstraße in Schwarzenbach schließlich wieder den Ausgangspunkt unserer Wanderung.  

  • Aufstieg: 383 hm

  • Abstieg: 383 hm

  • Länge der Tour: 14,8 km

  • Höchster Punkt: 793 m

  • Differenz: 255 hm

  • Niedrigster Punkt: 538 m

Schwierigkeit

mäßig

Panoramablick

sehr hoch

Saisonale Eignung

geeignet witterungsbedingt nicht geeignet unbekannt
  • JAN

  • FEB

  • MRZ

  • APR

  • MAI

  • JUN

  • JUL

  • AUG

  • SEP

  • OKT

  • NOV

  • DEZ

Merkmale Touren

Zertifizierter Wanderweg

Rundweg

Einkehrmöglichkeit

Gesperrt

Anfahrt mit dem PKW

In Schwarzenbach a.Wald Beschilderung zum Ausgangspunkt folgen.

Öffentliche Verkehrsmittel

Haltestelle Schwarzenbach a.W., Schützenstr.

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